Betroffen von dieser Regelung sind Wohnungen und Einfamilienhäuser, Geschäftslokale fallen nicht unter die Novelle. Die Regelung für die Vermittlung von Käufen bzw. Verkäufen sind nicht tangiert.
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) betonte in einer Aussendung, dass Österreich bisher im internationalen Vergleich “sehr hohe Maklerprovisionen” gehabt hätte. Zudem seien die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. “Die niedrigeren Provisionssätze stärken daher die Kaufkraft der Bevölkerung und dämpfen die Inflation”, so Mitterlehner.
Anton Holzapfel, Geschäftsführer der Verbandes der österreichischen Immobilientreuhänder, befürchtet Umsatzeinbußen zwischen 30 und 50 Prozent. Eine Reihe von Unternehmen habe bereits signalisiert, Mitarbeiter abzubauen und keine neuen einzustellen. Die Umwälzung der Provisionen auf die Vermieter sieht er als problematisch- insbesondere in Ballungszentren, in denen die Vermieter eine große Auswahl an Maklern haben.
Viele Unternehmen werden sich aus dem Bereich der Wohnungsvermietung zurückziehen müssen, die mit hohen Anstrengungen verbundenen Qualitätsteigerungen, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden, werden damit torpediert. Es entsteht eine schwere Belastung für die gesamte Branche und auch der Konsument gewinnt eigentlich nichts. Schließlich sind Makler Fachleute in diesem Bereich, die vor allem den uninformierten Mietern mit Rat und Tat und vor allem ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Seite stehen.



